Vergleich
Hausverkauf: Investor vs. Makler — Was lohnt sich für Sie?
Zwei Wege, Ihr Haus zu verkaufen. Ein ehrlicher Vergleich ohne Schönfärberei. Entscheiden Sie selbst, was für Ihre Situation passt.
Kurzfassung
Makler: Vermarktungsweg, Provision und Ablauf richten sich nach Auftrag, Objekt und Markt.
Direktankauf: Erst nach Objektprüfung; Preis, Diskretion, Kosten und Termine werden individuell vereinbart.
Der direkte Vergleich: Punkt für Punkt
| Kriterium | Maklergestützte Vermarktung | Geprüfter Direktankauf |
|---|---|---|
| Verkaufsdauer | Abhängig von Auftrag, Objekt, Nachfrage und Käuferfinanzierung | Abhängig von Objektprüfung, Einigung, Vertrag und Notariat |
| Maklerprovision | Gemäß individuell vereinbartem Maklervertrag | Keine Maklerprovision nur bei unmittelbarem Kauf ohne Makler |
| Notarkosten | Kostenverteilung gemäß Einzelfall und notariellem Kaufvertrag | Kostenverteilung gemäß Einzelfall und notariellem Kaufvertrag |
| Besichtigungen | Anzahl und Ablauf werden in der Vermarktungsstrategie geplant | Umfang der Objektprüfung richtet sich nach Objekt und Unterlagen |
| Öffentliche Inserate | Öffentlich oder diskret, je nach vereinbartem Vermarktungsauftrag | Diskreter Prüfprozess kann vereinbart werden |
| Verbindliches Angebot | Wenn ein Interessent nach Prüfung ein Angebot abgibt | Nur bei positiver Objektprüfung; keine pauschale Frist |
| Verhandlungssicherheit | Bedingungen bleiben bis zur verbindlichen Einigung zu prüfen | Bedingungen bleiben bis zur verbindlichen Einigung zu prüfen |
| Zustand der Immobilie | Zustand beeinflusst Zielgruppe, Preis und Aufbereitung | Auch unsanierte Objekte können individuell geprüft werden |
Welche Annahmen den Vergleich verändern
Qualitativer Vergleich
Maklerprovision
Makler
Höhe und Verteilung ergeben sich aus dem Maklervertrag.
Direktankauf
Entfällt nur bei einem unmittelbaren Kauf ohne Makler.
Notar & Grundbuch
Makler
Die Kostenverteilung wird im konkreten Kaufvertrag geregelt.
Direktankauf
Die Kostenverteilung wird im konkreten Kaufvertrag geregelt.
Objektmaßnahmen
Makler
Aufbereitung und Investitionen beeinflussen Preis und Zielgruppe.
Direktankauf
Investitionsbedarf fließt in die individuelle Ankaufprüfung ein.
Keine Durchschnitts-, Preis-, Kosten- oder Terminzusage. Der tatsächliche Vergleich setzt Objektunterlagen und konkrete Vertragsbedingungen voraus.
Typische Prüfsituationen: Makler vs. Direktankauf
Die folgenden Szenarien sind keine Kundenfälle oder Ergebnisnachweise. Sie zeigen, welche Fragen vor einer Entscheidung geklärt werden sollten.
Mehrfamilienhaus mit Diskretionswunsch
Ausgangslage: Der Eigentümer möchte zunächst prüfen, ob eine Vermarktung ohne breite öffentliche Ansprache möglich ist.
Weg A: Klassischer Makler
Vermarktungsstrategie, Empfängerkreis, Provision und Zeitplan werden mit dem beauftragten Makler vereinbart.
Weg B: Direktankauf
Ein möglicher Direktankauf wird anhand von Objekt, Unterlagen und Wirtschaftlichkeit geprüft.
Zu prüfen: Zu klären sind Preis, Kostenverteilung, Diskretionsrahmen und der realistische Ablauf.
Erbimmobilie mit Sanierungsstau
Ausgangslage: Eine Erbengemeinschaft muss Ziel, Vollmachten, Zustand und mögliche Investitionen gemeinsam einordnen.
Weg A: Klassischer Makler
Vor einer Vermarktung werden Preisstrategie, Aufbereitung und Entscheidungsbefugnisse abgestimmt.
Weg B: Direktankauf
Eine Prüfung im Ist-Zustand kann angefragt werden; daraus folgt noch keine Ankaufzusage.
Zu prüfen: Entscheidend sind ein gemeinsamer Auftrag, vollständige Unterlagen und ein objektbezogener Kostenvergleich.
Immobilie mit besonderem Zeit- und Diskretionsbedarf
Ausgangslage: Die Beteiligten möchten die Optionen zügig und in einem begrenzten Empfängerkreis prüfen.
Weg A: Klassischer Makler
Eine gezielte oder öffentliche Vermarktung kann individuell vereinbart werden.
Weg B: Direktankauf
Ein Direktankauf ist erst nach Prüfung möglich; Termin und Ergebnis bleiben vom Einzelfall abhängig.
Zu prüfen: Verglichen werden sollten Nettoerlös, Bedingungen, Risiken und die tatsächlich umsetzbare Zeitschiene.
Rechenbeispiel: Makler- und Transaktionskosten modellieren
Stellen Sie den angenommenen Verkaufspreis ein und betrachten Sie die frei gewählten Modellannahmen. Das Ergebnis ist keine Preis-, Kosten- oder Ankaufzusage.
Ihre Daten eingeben
Voreingestellte Modellannahme: 3,57 %
Nebenkosten-Aufschlüsselung
Orientierung, keine Kostenzusage
Der Rechner stellt übliche Kostenpositionen als Modell dar. Welche Partei Notar-, Grundbuch- oder weitere Transaktionskosten trägt, richtet sich nach dem konkreten Einzelfall und dem notariellen Kaufvertrag.
Häufig gestellte Fragen
Ist der Preis bei einem Investor niedriger als beim Makler?
Das lässt sich nicht pauschal beantworten. Vergleichen Sie den erwarteten Nettoerlös, eine vereinbarte Provision, objektbezogene Investitionen, Bedingungen und die realistisch umsetzbare Zeitschiene. Ein Direktankauf setzt immer eine individuelle Prüfung voraus.
Warum kauft Baur Immobilien selbst statt zu vermitteln?
Bei einem Direktankauf würde Baur Immobilien selbst Vertragspartei. Ob ein Objekt dafür in Betracht kommt, wird anhand der Unterlagen, des Zustands und der geplanten Weiterentwicklung geprüft. Alternativ kann eine Vermittlung eingeordnet werden.
Kaufen Sie auch unsanierte Objekte?
Unsanierte Objekte können zur Prüfung eingereicht werden. Zustand, Schadstoffe, Denkmalschutz, Genehmigungen und Investitionsbedarf fließen in die Einzelfallentscheidung ein. Eine Ankaufzusage folgt daraus nicht.
Funktioniert das auch bei vermieteten Objekten?
Auch vermietete Objekte können geprüft werden. Bestehende Mietverhältnisse, Informationspflichten und die gewünschte Diskretion werden im konkreten Ablauf berücksichtigt.
Was passiert, wenn ich das Angebot ablehne?
Eine unverbindliche Ersteinschätzung verpflichtet nicht zum Verkauf. Verbindlich werden nur ausdrücklich geschlossene Vereinbarungen; deren Bedingungen erhalten Sie vorab.
Prüfen, ob ein Direktankauf als Weg passen könnte
Unverbindliche Ersteinschätzung nach objektbezogener Prüfung. Eine Ankauf- oder Terminzusage ist damit nicht verbunden.